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21.05.2013

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Bläserklasse
Bläserklasse Info

Die Bläserklasse der Hebelschule Schliengen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hebelschule Schliengen,

der Musikschule Markgräflerland, der Gemeinde Schliengen,

und den Musikvereinen Eggenertal und Schliengen.

Sie beginnt am Anfang der 3. Schulklasse und endet mit Abschluß der 4. Schulklasse.

Unterrichtsort ist der Kursraum in der Hebelschule Schliengen.

Ebenfalls wird am  Ende des Projektes das Juniorabzeichen des BDB abgelegt (Richtlinien).

Dieses Abzeichen beinhaltet einen theoretischen und praktischen Test. (Inhalte)
Anhand der erreichten Punktzahl und den schriftlichen Hinweisen auf dem Ergebnissblatt, erhält jeder Teilnehmer wertvolle Tips für seine weitere musikalische Entwicklung.


Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und den Junior-Button.

Ab 2011 findet der Junior-Test immer am letzten Samstag vor den Sommerferien statt (10.00 - ca. 12.00 Uhr in der Hebelschule Schliengen)


Die erste Bläserklasse wurde 2007 ins Leben gerufen.

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Kinder brauchen Musik, denn

…es ist wissenschaftlich bewiesen, dass musizierende Kinder und Jugendliche

  • ihr Sozialverhalten verbessern
  • ihren IQ-Wert erhöhen
  • gute schulische Leistungen erbringen
  • Konzentrationsschwächen kompensieren

(Prof. Dr. phil. H.G. Bastian – "Kinder optimal fördern mit Musik")

(Dr. phil. Wilfried Gruhn - "Kinder brauchen Musik"

Bläserklasse ist ....
Klassenmusizieren mit Orchesterinstrumenten wie Querflöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Waldhorn, Tenorhorn, Bariton , Posaune, Tuba oder Schlagzeug/Perkussion
eine Unterrichtsform,
in der jede Schülerin und jeder Schüler
ein Instrument systematisch erlernt und von Anfang an gemeinsam im Orchester musiziert.
eine Methode, die auf motivierende Weise musikalische und auch persönliche Erfolgserlebnisse bietet.

ERFOLG IN DER GEMEINSCHAFT
In einer Bläserklasse wird durch das gemeinsame Zusammenspiel ein positives und aggressionsfreies Lernklima geschaffen. Teamfähigkeit wird als wichtige Schlüsselqualifikation spielerisch musizierend erworben. Einander zuhören, Rücksicht nehmen, sich gegenseitig akzeptieren und unterstützen sind bleibende und prägende Erfahrungen. Motivation und Erfolg als Gemeinschaftserlebnis sind vor allem auch soziale Erfolge. Damit erfüllen Bläserklassen einen drängenden gesellschaftlichen Auftrag als Beitrag zur Prävention von Gewalt in unserer Gesellschaft.

MUSIK MACHT KLUG
Seriöse Untersuchungen belegen immer mehr, dass Kinder, die ein Instrument systematisch erlernen, auch in anderen schulischen Bereichen davon profitieren. Weil rationale, emotionale und motorische Elemente in einer Bläserklasse gleichermaßen gefördert werden, steigt die Konzentrationsfähigkeit und die Fähigkeit, analytisch zu denken. Zudem wird die Kreativität, Merkfähigkeit und das emotionale Ausdrucksvermögen stärker. Aber auch der Bewegungsablauf und die Motorik werden durch das aktive Musizieren gefördert. Für Kinder ist ein gemeinsames, zielorientiertes Arbeiten in einer Bläserklasse selbstverständlich, deshalb haben Bläserklassen einen exzellenten Ruf.


Das Projekt Bläserklasse richtet sich an Schüler der Hebelschule welche im jeweils aktuellen Jahr nach den Sommerferien die 3. Klasse besuchen werden und dauert 2 Jahre. Das Projekt endet nach Beendigung des 4. Schuljahres.

Das Projekt wird als AG durchgeführt, es beinhaltet jeweils wöchentlich eine Orchesterstunde (45' – Leitung Herr Westphal - Hebelschule) und eine Instrumentalstunde (möglichst Zweier- oder Dreiergruppen 30-45') bei einem Lehrer der Musikschule Markgräflerland.
Unterrichtsort ist für beide Stunden die Hebelschule Schliengen.

Für Kinder welche nach diesen 2 Jahren weiter machen möchten, stehen dann die Jugendkapellen der Musikvereine Eggenertal und Schliengen bereit. Ebenso kann der Instrumentalunterricht an der Musikschule weitergeführt werden.

Kosten pro Monat:
ab 38€ (Instrumentenmiete + Instrumentalunterricht)
(es gilt die Gebührenordnung der Musikschule) - die Kosten sind abhängig von der Gewählten Art des Instrumentalunterrichts (Einzel, Partenr, Gruppe usw.)
Die Orchesterstunde wir durch den Musiklehrer der Hebelschule durchgeführt, deshalb entstehen hierfür keine weiteren Kosten.

Zusätzliche Kosten:
Lernmaterial ca. 18€ / Halbjahr

mögliche Besetzung z.B. :
2x Querflöte
4x Klarinette
2x Saxophon
2x Trompete
2x Waldhorn
2x Tenorhorn/Bariton
2x Posaune
1x Tuba
2x Schlagzeug
optional Keyboard, E-Baß, Geige, Chello

angestrebt wird eine Orchestergröße von ca. 25 Kindern (Mindestanzahl damit das Projekt durchgeführt werden kann sind ca. 10 Kinder)

Klangorchester
hier kannst Du einige der Instrumente zu einem Orchester zusammensetzen

Yamaha-Methode
hier findest Du Infos rund um die Yamaha Bläserklassenmethode

BDB - Zoo-Orchester
hier findest Du ebenfalls Infos über Instrumente. Ein Projekt der BDB-Musikmentoren 2011 und der BDB-Musikakademie.

weitere Informationen erhalten sie bei:
Herr Westphal (Leiter Bläserklasse) Tel.: 07635 482
Herr Meier-Ehrat (Leiter Musikschule) Tel.: 07635 8242798
Herr Wetzel (Dirigent MV Schliengen) Tel.: 07635 825933

alle Photos © Bläserklasse 2007 - Hebelschule Schliengen
 
BZ-Bericht Jugendorchester vom 3.11.09

Bläserklassen – ein echtes Erfolgsmodell

Erfolgreiche Kooperation zwischen Schule und Musikverein / Jugendkapelle stark angewachsen

Jugendkapelle Schliengen Foto: Jutta Schütz

SCHLIENGEN (jut). Im Hintergrund wird getuschelt: "Welche Note ist das, ein C oder ein F?", fragen sich zwei Nachwuchs-Bläser. "Ein F", kommt aus dem Hintergrund von einem der älteren Buben. Die Jugendkapelle des Musikvereins Schliengen hat sich schlagartig vergrößert, weil sich aus der Bläserklasse 2007 bis 2009 der Hebelschule nach dem vierten Schuljahr viele Kinder entschieden haben, musikalisch weiterzumachen.

30 Schüler spielen jetzt beim Nachwuchs des Musikvereins Schliengen, 20 sind aus der Bläserklasse, was zeigt, dass die Kooperation zwischen der Schule und dem Musikverein ausgezeichnet klappt.

Dirigent Wolfram Wetzel hat die Jugendkapelle so strukturiert, dass für die Bläserklassenkinder ein Einstieg möglich ist. "Damit ist gelungen, was wir beabsichtigten, als wir vor zwei Jahren die Bläserklasse eingerichtet haben", meint Wolfgang Pfeiffer vom Musikverein. So habe man auch Kinder, deren Familien keinen musikalischen Hintergrund haben, und deren Eltern davon überzeugt, wie viel Spaß es machen kann, ein Instrument spielen zu lernen. Bisher hat die Gemeinde die Instrumente gestellt. Jetzt, in der Jugendkapelle, müssen sich die Nachwuchsmusiker diese kaufen. Das ist für manche Familien nicht so einfach. Deshalb sucht der Musikverein nach weiteren Sponsoren, bietet aber auch an, Instrumente zu mieten oder gebraucht zu kaufen.

Derweil dirigiert Wolfgang Wetzel im Übungsraum der Hebelschule Martinslieder. "Fünf solltet ihr auswendig können", heißt es. "Warum auswendig?", wird gefragt. Nun ja, im November ist es beim Martinsumzug zu dunkel, um Noten lesen zu können, argumentiert der Dirigent. Auswendig spielen geht bei den Lieblingsliedern am leichtesten. Man merkt, welche das sind. "Irish Dream" wird gerne gespielt und klingt schon richtig gut. Bei einem eher traditionellen Martinslied in getragenem Ton wird gemault: "Oh ne, das is’ so schwer!" Aber da müssen die jungen Musiker durch, auch wenn Klarinette und Trompete noch etwas schräg klingen.

Bei den Proben leistet der Verein einen gewissen Spagat. Viele der Musiker sind auch Fußballer. Die trainieren am gleichen Tag, an dem der Musikverein Probe hat. Also kommen manche Ex-Bläserklässler vierzehntägig.

Auch für die nächsten Bläserklassenabsolventen wird das nicht besser. "Dadurch, dass die Schüler viel nachmittags Unterricht haben, ist die Zeitschiene für Vereine enger geworden. Und freitags nachmittags läuft gar nichts – da wollen die Kinder ins Wochenende", sagt Pfeiffer. Mehr Koordination der Vereine untereinander wäre gewünscht – daran wird man noch arbeiten. Sicher aber ist: Das Bläserklassenmodell ist jetzt schon ein echter Erfolg.

(veröffentlicht  am 03. November 2009 auf badische-zeitung.de)