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Presse

Jahreshauptversammlung des Musikvereins Schliengen

Musiker engagierten sich an 146 Anlässen

Die 124. Jahreshauptversammlung des Musikvereins Schliengen am 2. November 2012 wurde traditionell mit einem Gedenkgottesdienst für die im vergangenen Vereinsjahr verstorbenen Mitglieder eröffnet. In der darauf folgenden Versammlung berichteten der 1. Vorstand Paul Schäfer, Felix Lang vom Jugend-Organisationsteam, Schriftführerin Yvonne Beckmüller und Geschäftsführer Wolfgang Pfeiffer über die Aktivitäten des Jugend- und Hauptorchesters im vergangenen Jahr. Das Jugendorchester ist mittlerweile ein stattliches Orchester mit über 40 Kindern und Jugendlichen. Die Kapelle absolvierte im letzen Vereinsjahr zahlreiche Unterhaltungskonzerte, beispielsweise im Europapark Rust oder beim Markt landwirtschaftlicher Produkte, sowie Auftritte bei Jugendvorspielen und Orchestertreffen. Aktuell im Oktober nahm die Jugendkapelle am Orchesterwettbewerb in Balingen/Schwäbische Alb teil. Als jüngstes teilnehmendes Jugendorchester mit einem Altersdurchschnitt von 13,5 Jahren hinterließ die Kapelle einen ausgezeichneten Eindruck bei den Jurymitgliedern und erreichte mit 87 von 100 Punkten einen sehr guten zweiten Rang sowie einen Sonderpreis als „Sieger der Herzen“. Diese hervorragende Leistung bestätigt die stetige Jugendarbeit des Vereins und zeigt die enorme positive Entwicklung, die das Jugendorchester in den letzten Jahren durchlaufen hat.

Musikverein spielt wichtige Rolle für das Kulturleben der Gemeinde

Die aktiven Musikerinnen und Musiker des Hauptorchesters nahmen 2011/12 an 146 Anlässen teil. Die zahlreichen Konzerte und gesellschaftlichen Veranstaltungen, aber auch die vielen kirchlichen Anlässe wie die Fronleichnamsprozession, das Spielen an St. Martin, dem Volkstrauertag oder die Umrahmung der Christmette, verdeutlichen, welche wichtige Rolle der Musikverein für das Gemeinde- und Kulturleben von Schliengen spielt. Mit allen Proben, den zahlreichen Auftritten und diversen Helfereinsätzen war jeder Musiker seit der letzten Jahreshauptversammlung im Januar 2011 durchschnittlich 371,5 Stunden für den Musikverein tätig. Höhepunkte im Jahr 2011/12 waren die Jahreskonzerte des Vereins, das Konzert am Schliengener Weinfrühling und Doppelkonzerte mit den Musikvereinen Endingen und St. Ulrich.

Die Zukunft sichern

Der Musikverein besteht momentan aus 85 aktiven und 282 fördernden Mitgliedern. Leider verzeichnet der Verein seit Jahren einen Mitgliederrückgang, meist aufgrund des hohen Alters von vielen Fördermitgliedern. Doch die Passivmitglieder bilden das Fundament jedes Vereins. Deshalb hat man sich für das Jubiläumsjahr 2013 zur Aufgabe gesetzt, neue Mitglieder zu werben. Denn nur mit ihrer Unterstützung kann die wichtige Arbeit, die der Musikverein in der Jugendarbeit, aber auch im kulturellen Leben in der Gemeinde leistet, für die Zukunft gesichert werden.

Neuwahlen in der Vorstandschaft

Der in diesem Jahr neu gewählte Vorstand wurde mit folgenden Mitgliedern besetzt: Andreas Baumgartner (Kassenprüfer), Felix Lang (Leiter Jugendabteilung), Jochen Lukas (2. Vorstand), Anna Mayer (Jugendvertreter), Wolfgang Pfeiffer (Leiter der Verwaltung), Lydia Schneider (Schriftführerin), Thomas Schneider (Leiter Wirtschaftsteam), Tina Sprung (Notenwart), Susi Wineberger (Instrumentenwart).

Text: Nathalie Flury

 

Die neu gewählten Vorstände des Musikvereins Schliengen v.l.n.r.: Felix Lang, Wolfgang Pfeiffer, Andreas Baumgartner, Susi Wineberger, Daniela Ceglarek, Anna Mayer, Jochen Lukas, Lydia Schneider, Thomas Schneider sowie die scheidende Schriftführerin Yvonne Beckmüller und der 1. Vorstand Paul Schäfer.

 
Juniorprüfung Bläserklasse 2010

Hebelschule Schliengen: Bläserklasse erhält das Juniorabzeichen.


Sieben Musikerinnen und Musiker aus der Bläserklasse (4. Klasse - Jahrgang 2010-2012) nahmen am Samstag erfolgreich am Test zum Juniorabzeichen teil.
Der Test beinhaltete drei Teile. Zuerst wurden das Gehör und die Rhythmik geprüft. Hier mussten Tongruppen und verschiedene Rhythmen richtig erkannt werden. Es folgte der musiktheoretische Teil in dem Notennamen, musikalische Fachausdrücke, Notenwerte und Taktarten geprüft wurden. Anschließend folgte der praktische Teil in dem vor einem zweiköpfigen Bewertungsteam eine Tonleiter und zwei Lieder vorgespielt werden durften. Alle Teilnehmer waren mit sehr großem Eifer bei der Sache und lösten ihre jeweiligen Aufgaben sehr gut.
Wie auch in den vergangenen Jahren wurde die Juniorprüfung von den Musikvereinen Eggenertal und Schliengen durchgeführt. Wolfgang Wetzel hatte die Gesamtleitung inne und wurde im praktischen Teil von Kirsten Lin, Michael Salzberger, Felix Lang und Johannes Pfeiffer unterstützt.
Sichtlich erleichtert und stolz gaben alle Teilnehmer nach der Prüfung bekannt, dass sie nach den Sommerferien in den Jugendorchestern Eggenertal oder Schliengen weiter spielen werden.

Wir gratulieren Antonia Penner (Klarinette); Carolin Zuberer und Lina-Marie Ketterer (Altsaxophon); Justin Hollenweger (Kornett); Annemarie Huber (Waldhorn); Paul Hegebarth und Kim Ilschner (Schlagzeug) zum Juniorabzeichen.

 

Bericht aus der Badischen Zeitung:

Verdiente Mitglieder

Ehrungen beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Schliengen

 

Für 40 Jahre als Musiker wurde Bernhard Senft (Zweiter von links) von Klaus Heckle, Verbandsjugendleiter des Markgräfler Musikverbands (rechts), mit der goldenen Ehrennadel des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. Für ihr 30-jähriges Engagement im Musikverein Schliengen erhielt Yvonne Beckmüller die goldene Vereinsehrennadel vom Vorsitzenden Paul Schäfer. Foto: Ingeborg Grziwa SCHLIENGEN (ig).

Beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Schliengen gab’s auch viele Ehrungen. Für 40 Jahre als Musiker und sein Engagement für den Verein wurde Bernhard Senft von Klaus Heckle, Verbandsjugendleiter des Markgräfler Musikverbands, mit der goldenen Ehrennadel und der Ehrenurkunde des Bundes Deutscher Blasmusikverbände ausgezeichnet. Für 30 Jahre Treue zum Verein erhielt Schriftführerin Yvonne Beckmüller vom Vorsitzenden Paul Schäfer die goldene Vereinsehrennadel. Für zehnjähriges Engagement für das Blasmusikorchester erhielten Alexander Beckmüller, Anne Beckmüller, Dominic Ceglarek, Franziska Hetze, Sebastian Koch, Jonas Meyer-Götz, Stefan Müller, Johannes Pfeiffer, Patrik Tröndlin und Tobias Tröndlin die Vereinsehrennadel in Bronze. Die erfolgreiche Jugendarbeit des Musikvereins spiegelte sich auch bei den Jungmusikerleistungsabzeichen wider, mit einem "Medaillenspiegel wie bei den Olympischen Spielen", so Schäfer. Gleich 14 junge Musiker und Musikerinnen waren hier 2011 erfolgreich. Das Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze erhielten Mika Dietsche, Clemens Penner, Antonia Stramica, Saskia Killmer, Katja Ernst, Leo Lang, Aurelia Martijn, Andreas Bucherer, Simon Maier, Simon Rüegg und Phil Arne Döppert. Mit dem Abzeichen in Silber wurden Johannes Hunzinger und Maximilian Hunzinger ausgezeichnet. Das in Gold erhielt der Tenorhornspieler Julius Meier. Eine Auszeichnung, die nicht sehr oft vorkomme, so Klaus Heckle, nur wenige stellten sich der schweren Prüfung, die in der Staufener Musikakademie stattfindet. Gerade der Besuch in der Musikakademie sei die Motivation für ihn gewesen, sich der Prüfung zu stellen, so der 17-jährige Abiturient Julius Meier, der besonders vom Dozenten Michael Stecher begeistert ist. Eine Dirigentenausbildung schloss Meier vorerst jedoch aus, da diese zu teuer sei.

 

Bericht aus der Badischen Zeitung zum Jahreskonzert 2012

Abseits der traditionellen Blasmusik

Zu seinem Frühjahrskonzert mit vielen musikalischen Leckerbissen hatte der Musikverein Schliengen Freunde der Blasmusik ins Bürger- und Gästehaus eingeladen. Präsentiert wurde ein ebenso kurzweiliges wie anspruchsvolles Programm mit fast ausschließlich Originalkompositionen die speziell für die Instrumentalbesetzung eines Blasorchesters geschrieben wurden. Neue Wege, abseits der traditionellen Blasmusik ging Dirigent Wolfgang Wetztel dabei mit dem Hauptwerk "Die Druiden – eine mythische Erinnerung", des zeitgenössischen Komponisten Rolf Rudin. Den Auftakt zu dem gelungenen Konzertabend machte das Jugendorchester mit der Konzertouvertüre "Celebration and Song" von Robert Sheldon. Mit insgesamt 47 jungen Musikerinnen und Musikern präsentierte sich das Ensemble erstmals zahlenmäßig stärker besetzt als das Hauptorchester, so der Vorsitzende Paul Schäfer. Diese für ein Jugendorchester ungewöhnliche Größe sei das Ergebnis intensiver Jugendarbeit in den vergangenen Jahren. Mit der Musikschule Markgräflerverband werde der Nachwuchs sowohl solistisch als auch im Orchesterverband optimal ausgebildet, so Schäfer weiter. Zum Repertoire des Jugendorchesters zählten vor allem moderne, poppige Titel. Das Publikum wurde ins "Zauberland" entführt und erlebte einen musikalischen Sonnenaufgang inklusive dem Hämmern eines Spechts. Es folgte der " Weather Report" von Albert Dam, eine Wetterschau in drei kleinen, fetzigen Sätzen, die das Wetter in all seinen Facetten von windig über schaurig bis hin zu sonnig im fröhlichen Calypso-Sound widerspiegelte. Mit Kurt Gäbles "Leuchtfeuer" endete das jugendliche Intermezzo. Das sinfonische Blasorchester des Musikverein begann unter der Leitung von Wolfgang Wetzel seinen Teil des Konzerts furios mit " Fanfare and Flourishes" , dessen Thema als "Eurovisionsfanfare" bekannt ist. Anschließend hieß es mit Rudins sinfonischer Komposition "Die Druiden" eintauchen in die unbekannte Welt des Druidentums, der Magier, Seher und Mittler zwischen Götterwelt und Menschen in vorchristlicher Zeit. Die Zuhörer wurden mit mysthischen Klängen an die geheiligte Waldlichtung Nemeton entführt, einem fremden Ort aus lang vergangener Zeit. Ein außergewöhnlicher Hörgenuss. Als Solist kräftig auf die Pauke hauen durfte Heiko Lang in den vier Sätzen des "Concerto per Timpani e Orchestra" von Klaus Peter Bruchmann. Dabei stellte er sein solistisches Können eindrucksvoll unter Beweis. Im Mittelpunkt des zweiten Konzertteils standen neben den Kompositionen "Fire and Ice" und "Three Klezmer Miniatures" zwei weitere Jungmusiker, die als Solisten begeisterten. Erstmals arbeitete der 13-jährige Solotrompeter Tim Renkert mit dem Musikverein zusammen. Präsentiert wurde die "Concert Etude – Opus 49" von Alexander Fjodorowitsch. Tim Renkert spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Trompete und ist bereits mehrfacher Preisträger bei Jugend musiziert. Ein Highlight war aber auch der Auftritt von Judith Schindler, die nicht nur als Altsaxophonistin eine Stütze des Jugendorchesters ist, sondern auch als Gesangssolistin brillierte. Mit starker Stimme und bezaubernder Ausstrahlung präsentierte sie die Ballade "I Dreamed A Dream" aus dem Musical "Les Miserables" und beeindruckte das Publikum. Den glanzvollen Schlusspunkt setzte das Orchester lässig mit "Children of Sanchez", dem wohl bekanntesten Stück von Chuck Mangione und fetzigen "Jubelklängen" als Zugabe. Abseits der traditionellen Blasmusik (veröffentlicht am 19. März 2012 auf badische-zeitung.de)

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Hochkarätiges Doppelkonzert (Bericht aus der Badischen Zeitung)

Musikverein Schliengen und Stadtmusik Endingen konzertieren gemeinsamen .

SCHLIENGEN (BZ). Die Stadtmusik Endingen gastierte im Markgräflerland und gab zusammen mit dem Musikverein Schliengen ein Doppelkonzert mit Höhepunkten aus Klassik, Rock und Pop. Das Blasorchester vom Kaiserstuhl war mit 70 Musikerinnen und Musikern angereist.

Die 47 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Schliengen unter der Leitung von Wolfgang Wetzel eröffneten das Konzert mit "Fanfare and Flourishes" von James Curnow. Strahlende Blechbläserfanfaren wechselten sich in diesem Stück mit weichen Holzbläserpassagen ab. Die motivische Grundlage des Werkes ist das berühmte Te Deum von Marc-Antoine Charpentier, besser bekannt als Eurovisions-Melodie. In der viersätzigen L’ Arlésienne-Suite Nr. 2 von Georges Bizet brillierten verschiedene Musiker mit solistischen Einsätzen. Die Komposition "Marsch der süßen kleinen Waldelfen" von P. D. Q. Bach, einem Pseudonym des Amerikaners Peter Schickele, vertonte einen flotten, nicht ganz ernst zu nehmenden Marsch mit Gesangseinlagen des Orchesters. Den grandiosen Abschluss des ersten Teils bildete die Theater-Ouvertüre "Curtain Up!" – "Vorhang auf!" sowie als Zugabe der Marsch "Bandwagon".

Den zweiten Teil des Konzertes gestaltete die Stadtmusik Endingen. Die Kaiserstühler brachten eine vielfältige Auswahl hochwertiger Blasmusik zu Gehör. Mit einem außergewöhnlichen Klangvolumen und einer für ein städtisches Blasorchester eindrucksvollen Besetzung begeisterten die Musiker mit Werken wie "Cortège de Bacchus" von Leo Délibes und "Machu Picchu" von Satoshi Yagisawa. Die Komposition "The Sun will rise again" entstammt der Feder von Philip Sparke und ist den Opfern des Erdbebens und Tsunamis in Japan im März 2011 gewidmet. Bei jedem Auftritt, an dem das Stück gespielt wird, fließt eine Spende nach Japan.

Mit "The Phil Collins Selection" von Peter Kleine Schaars und "Space truckin" von Deep Purple waren noch zwei sehr poppige und rockige Ohrwürmer zu hören, die vom Publikum mit viel Applaus belohnt wurden. Die Endinger Musiker bedankten sich bei ihren begeisterten Zuhörern mit zwei schwungvollen Polkas und bildeten damit den Abschluss zu einem Konzert, das zu verpassen sehr schade gewesen wäre.

Ein herzliches Dankeschön nochmals an Alle Endinger Musiker und Musikerinnen für das tolle Konzert !

Musikverein Schliengen

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Die Bilder vom Europaparkbesuch 2011 der Jugendkapelle sind online (Galerie)

 

Gruppenphoto Europapark 2011

 

Bericht zum Besuch von Maximilian Hunzinger:

Die Zeit vergeht – die Erinnerung bleibt.

So steht es am Ausgang des Europa Parks in Rust.

Nach etwa einem Jahr Vorlaufzeit stand der Bus am Morgen des 28. Juli auf dem Parkplatz der Hebelschule, das Schlagzeug wurde geladen, alle Instrumente und Musiker eingeladen und die Fahrt konnte starten. Das Geld für den Bus hatte das Jugendorchester mit einem Jugendkapellentreffen im Juni selbst erwirtschaftet. 42 Musiker und sechs weitere Begleitpersonen freuten sich auf den Tag im Park. Nach einer Stunde Busfahrt standen wir vor den Toren des Europa Parks. Der Eintrittspreis: Eine Stunde auf einer Bühne musizieren.

Nach eineinhalb Stunden Werbetrommel rühren saßen wir auf der Bühne. Mit Stücken wie Pirates of Carribean, Night Disco und Andrew Lloyd Webber in Concert zeigten wir uns von unserer besten Seite. Das Konzert wurde recht zügig aber besser denn je mit The Roadrunner beendet. Danach erwartete uns der Park mit seinen etlichen tollen Attraktionen, die die Jugendlichen in Kleingruppen besuchten. Um halb sieben trafen alle wieder pünktlich am Ausgang ein, trotz kleinerer Verständigungsprobleme. Nach diesem Tag waren alle total müde, die ersten Jugendlichen schliefen sogar schon im Bus ein.

Die Bilanz: Alles in allem war es ein gelungener Ausflug mit sehr hohem Wiederholungspotenzial.

 

 

Zeitungsbericht aus der Badischen Zeitung / Jahreskonzert 02.04.2011

Unterhaltsame Konzerttournee

Ein gelungener Abend im Schliengener Bürger- und Gästehaus mit einer musikalischen Zeitreise des Musikvereins.

„Musik ist zeitlos“ – dies bewies der Musikverein Schliengen bei seinem Jahreskonzert. Foto: Ingeborg Grziwa


SCHLIENGEN. Einen begeisternden Konzertabend unter dem Motto "Musik ist zeitlos" erlebten Freunde der Blasmusik beim Jahreskonzert des Musikvereins Schliengen im Bürger- und Gästehaus. Dirigent Wolfgang Wetzel hatte für beide Orchester ein tolles Programm zusammengestellt. Das Publikum ließ sich gerne auf die unterhaltsame Konzerttournee mit einem 40-minütigen militärischen Tongemälde als Höhepunkt einladen.
Erstes Ziel der musikalischen Zeitreise war der Weltraum, wohin das Jugendorchester die Gäste mit dem "Raiders March" aus der Star Wars Trilogie entführte. Damit sollte aber auch schon das Thema Marschmusik für die Jungmusiker abgehakt sein. Es folgte der rockige Teil mit "Three little Pop Tunes", ein Stück mit drei kleinen, aber fetzigen Sätzen, mal verträumt oder traurig mit Solist Simon Ruegg am Tenorsaxophon, zuletzt atemberaubend schnell mit 170 Viertelnoten pro Minute. Als größte Herausforderung, da mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad verbunden, galt das Stück "Night Disco" mit seinen flotten Rhythmen und einer Ballade als Hauptteil. Hier glänzten die Solisten Julius Mayer, Clemens Penner und Maximilian Hunzinger. Sehr viele Registerproben hätten dem Jugendorchester geholfen, die Herausforderung bravourös zu meistern, sagte Wolfgang Wetztel. Das Jugendorchester habe einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Den Schlusspunkt unter den ersten Programmteil setzten Melodien von Andrew Lloyd Webber aus den Musicals "Das Phantom der Oper", "Cats" und "Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat". Nach dieser tollen Leistung forderte das Publikum eine Zugabe – und bekam sie mit "The Incredibles" von Solistin Judith Schindler am Altsaxophon.

Ein 40 Minuten langes militärisches Tongemälde

Das Programm des Hauptorchesters begann gleich mit einem Höhepunkt: das 40-minütige militärische Tongemälde "Traum eines österreichischen Reservisten" von Carl Michael Ziehrer. Das Stück erzählt, untermalt mit Bildern, Wasserrauschen, Vogelgezwitscher, Schmiedegehämmer, Glockenklang, Signalen und militärischen Kommandos, die Geschichte eines Dorfschmiedes, der im Traum seine Soldatenzeit mit Parade, Manöver und Militärkonzert erlebt. Dies spielte das Orchester ohne Pause als Potpourri von etwa 50 teils bekannten Werken verschiedener Komponisten, wobei die vielen Tempowechsel beeindruckten. Anhaltende Ovationen des begeisterten Publikums waren der verdiente Lohn für die dreimonatige Probenarbeit. "Ich kenne das Stück schon seit 25 Jahren", sagte Wolfgang Wetzel. "Ich habe es selbst schon mal als Musiker in Österreich erlebt. Es war immer schon mein Traum, es mit einem Orchester aufzuführen." Dazu brauche man ein sehr gutes Orchester, denn es sei für ein Blasorchester eher ungewöhnlich ein Stück zu spielen, das 40 Minuten dauere.

Dann hieß es "Curtain Up" – Vorhang auf für eine Theater-Ouvertüre des Blasorchesters, das sich ganz im Stil des Glenn Miller Orchestra präsentierte. Bezaubernd mit vielen humoristischen Einlagen war auch der folgende Marsch der süßen kleinen Waldelfen, bevor das offizielle Konzertprogramm swingend mit musikalischen Erinnerungen an Benny Goodman im großen Big-Band Sound zu Ende ging. Hier stellten Kristina Sprung (Klarinette), Daniela Ceglarek (Altsaxophon), Claudius Meier (Posaune), Friedrich Renker( Trompete) und Raphael Wuillemier am Schlagzeug ihr solistisches Talent unter Beweis. "The Bandwagon" und "Highland Cathedral" rundeten schließlich den gelungenen Abend ab, bei dem für den Vorsitzenden Paul Schäfer auch die Resonanz stimmte.

 

Gelungener Vorspielnachmittag

Am vergangenen Sonntag zeigten die Zöglinge und Jungmusiker des Musikvereins Schliengen beim gemeinsamen Vorspiel ihren Ausbildungsstand. Nachdem Wolfgang Pfeiffer im Namen des Musikvereins Schliengen und der Jugendmusikschule Markgräflerland die Gäste begrüßt hatte, wurden die zahlreichen Zuhörer gleich vom Vortrag der Bläserklasse des Schuljahres 2009 unter der Leitung ihres Lehrers, Herr Westphal, überrascht. Als ersten Titel intonierten die Kinder, die teilweise erst etwas länger als ein Jahr Musikunterricht haben, den derzeitigen Chart-Hit “Over the Rainbow“ unter Einsatz auch von Mundharmonika und Gesang derart gekonnt, dass die Gäste hellauf begeistert waren. Weiter ging es dann im Programm, durch das Wolfgang Wetzel, Dirigent und Leiter der Jugendkapelle, sachkundig und informativ führte, mit den  Klarinetten- und Saxophonschülern von Simone Losch. Die Zuhörer konnten sich bei vielen Gruppen- und Solovorträgen dieser von der Schülerzahl her größten Instrumentengruppe ein Bild vom Leistungsstand der einzelnen Ausbildungsjahr-gänge machen. Mal mit der Klarinette, mal mit dem Es-Alt- oder Baritonsaxophon lies es sich Simone Losch nicht nehmen, ihrer Schüler beim Gruppenvortrag zu unterstützen oder die gerade fehlende Stimme zu übernehmen. Nicht weniger abwechslungsreich ging es bei den Vorträgen der Trompeten- und Tenorhornschüler von Martin Mayer und den Flötenschülerin-nen von Winfried Meier-Ehrat zu. Mit den anschließenden Vorträgen zeigten die Schüler von Friedrich Renkert ( Trompete ) und Martin Holschuh ( Posaune ) ihr Können.

Den Reigen der Schülervorträge beendeten die Waldhornschüler von Karina Schlupf. Wie zuvor schon Winfried Meier-Ehrat und Friedrich Renkert begleitete auch Frau Schlupf ihre zahlreichen und mit großem Engagement aufspielenden Schüler bei diversen Stücken auf ihrem Instrument. Alle Vorträge wurden von den Zuhörern begeistert aufgenommen und mit viel Beifall bedacht.

Bevor das Jugendorchester des Musikvereins den Abschluss des Vorspielnachmittags einleitete, dankte Wolfgang Wetzel den Lehrkräften sowie der Leitung der Musikschule Markgräflerland für die gute Zusammenarbeit. Für Titel wie „Smoke on the water“  oder „Der Rennkuckuck“ erhielten die Jungmusiker zum Abschluss dann nochmals reichhaltigen Applaus.

Der Musikverein Schliengen dankt allen herzlich, die die Zöglinge und Jungmusiker im vergangenen Jahr wieder begleitet und auf das Vorspiel vorbereitet haben. Ein besonderer Dank gilt auch allen, die uns Kuchen für den Vorspielnachmittag gespendet haben.   (Text Wolfgang Pfeiffer)

 

Markt Landwirtschaftlicher Produkte 2010

Jugendorchester des Musikvereins Schliengen begeistert

Einen unterhaltsamen Nachmittag erlebten die Besucher des Marktes am Sonntag Nachmittag, als die Jungmusiker ab 15,00 Uhr unter Leitung ihres Dirigenten Wolfgang Wetzel mit ihrem Konzert begannen.

Mit Stücken wie „Fluch der Karibik“, „A prehistoric Suite“,„Tequila“, „Smoke on the Water“, “Colonel Bogey March” unter-hielten sie die zahlreichen Zuhörer bei Kaffee und Kuchen und erhielten dafür lang-anhaltenden Beifall.

Erst nach der obligatorischen Zugabe durften sie ihr Konzert beenden. Als akustisch Vorteilhaft erwiesen sich auch die in diesem Jahr erstmals von der Winzergenossenschaft zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten im Flaschenlager, was sowohl von den Musikern als auch den Besuchern positiv aufgenommen wurde.

Das Jugendorchester freut sich schon auf den Auftritt im nächsten Jahr.

 

 

Jahresrückblick 2010

 

Musikverein und Jugendorchester blicken auf ein aktives Vereinsjahr 2010

Wieder einmal blickt der Musikverein Schliengen auf ein musikalisch sehr aktives Jahr zurück. Zahlreiche Konzertauftritte in und außerhalb von Schliengen sowie viele kulturelle und kirchliche Anlässe in der Gemeinde standen auf dem Programm des Vereins. Einer der Höhepunkte im Vereinsjahr war das Jahreskonzert im März 2010. Die Besucher erwartete ein besonderes Musikprogramm rund um das Thema “Menschen, Monster, ferne Orte”. Die Highlights dieses Konzertabends waren “Godzilla Eats Las Vegas” von Eric Whitacre. sowie die “First Suite in Es – Op. 28” von Gustav Holst. Weitere Anlässe für Dirigent Wolfgang Wetzel und die 42 Musikerinnen und Musiker waren die Schliengener Dorffasnacht, ein Doppelkonzert mit dem Musikverein Eschbach, das „1. Mai Wecken“ sowie ein Unterhaltungskonzert in Freiburg-Hochdorf. Dazu kamen die sommerlichen Serenadenkonzerte im Schlosspark Schliengen, das Schliengener Winzerfest, der Markt landwirtschaftlicher Produkte und etliche Ständchen für Jubilare und Geburtstage langjähriger Mitglieder. Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsjahr folgte am ersten Adventssonntag. Der Musikverein veranstaltete gemeinsam mit dem Chor Frohsinn Schliengen ein Konzert in der Kirche St. Leodegar in Schliengen. Orchestertitel und Gesangsstücke sowie Texte zum Thema Frieden auf Erden ließen dieses Kirchenkonzert zu einem Abend voller feierlicher und besinnlicher Momente werden. Auch die Kameradschaft kam im Vereinsjahr 2010 nicht zu kurz. So verbrachten die Vereinsmitglieder im September einen schönen gemeinsamen Tag am Bodensee, wo unter anderem ein Besuch des Aquariums Sea Life und der Stadt Konstanz auf dem Programm standen.

 

Jugendorchester zeigt musikalisches Können

Auch die 34 jungen Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters waren im Jahr 2010 an etlichen Konzerten und Veranstaltungen im Einsatz. An Anlässen wie dem Jahreskonzert des Musikvereins, dem Jugendwettbewerb des Markgräfler Musikverbandes in Schliengen und dem Jugendfestival 2010 in Neuenburg waren die Nachwuchsmusiker des Musikvereins mit viel Spaß dabei und zeigten ihr musikalisches Können. Weitere Höhepunkte für das Jugendorchester waren Unterhaltungskonzerte am Kirchenfest der evangelischen Kirche in Schliengen und am Markt für landwirtschaftliche Produkte, sowie der gut besuchte Vorspielnachmittag von Musikverein und Jugendmusikschule Schliengen im November. Besondere Freude haben die Jungmusiker an ihrem neuen Poloshirt, das 2010 aus Spendengeldern der Schliengener Bevölkerung finanziert werden konnte.

Musikverein Schliengen 1888 e. V.                                                     (Text Nathalie Flury)

 

Begeisternde Monstershow

Menschen, Monster, ferne Orte hieß es beim gelungenen Konzert des Musikvereins Schliengen.

Zeigten auch Schauspieltalent: Die Musiker des Musikvereins Foto: GRziwa

SCHLIENGEN. Bissige Dinosaurier und Monster wie Godzilla gaben beim Jahreskonzert des Musikvereins Schliengen am Samstag im voll besetzten Bürger- und Gästehaus musikalisch den Ton an. Unter dem Motto "Menschen, Monster, ferne Orte" präsentierten das Jugendorchester und das Große Blasorchester unter der Leitung von Wolfgang Wetzel ein außergewöhnlich anspruchsvolles Musikprogramm. Höhepunkt des Konzertabends war die Musikshow "Godzilla Eats Las Vegas" von Gustav Holst.

Der Konzertabend sollte ein musikalisches Fest werden – darauf stimmte das Jugendorchester mit "Fiesta" ein, einem fröhlichen Werk des österreichischen Komponisten Fritz Neuböck. Es folgte "Bella’s Lullaby", ein verträumtes Liebeslied aus dem Kinofilm "Twilight". Anschließend gaben mehr oder weniger bissige Dinosaurier in dem Stück "A Prehistoric Suite" von Paul Jennings den Ton an. In dem viersätzigen Werk werden der Gladiator Stegosaurus, der sanfte Gigant Brontosaurus, die Pterodactylen, die graziösen Riesen des Himmels, und der Kampf des Tyrannosaurus mit dem Triceratops musikalisch beschrieben.

Das Große Blasorchester begann sein Konzert mit dem mitreißenden "Grande marcia italiana" von Julius Fucik, allen Freunden der Blasmusik besser als "Florentiner Marsch" bekannt. Anschließend wurde das Publikum in die "Montanas del Fuego" entführt, die Feuerberge der Insel Lanzarote. Dabei erlebten die Gäste nicht nur die kontrastreiche Musik des Komponisten Markus Götz, der ein musikalisches Bild der bizarren Vulkanlandschaft zeichnete, sondern auch eine faszinierende Bildpräsentation der Landschaft. Die folgende, 1909 komponierte, "First Suite in Es" von Gustav Holst gilt als eine der herausragenden Kompositionen für Blasorchester. Allerdings waren nicht alle Zuhörer von dem zehnminütigen schweren Stück, das zweifelsohne meisterhaft vom Orchester dargeboten wurde, begeistert. Szenenapplaus gab es dagegen für die "South Rampert Street Parade", die durch mitreißende Melodien im Dixieland-Marschstil und Soli für Piccoloflöte, Klarinette und Trompete bestach.

Anschließend galt es mit den schönsten Melodien aus den drei Indiana Jones Filmen neue Abenteuer zu bestehen. Den Rote Faden durch dieses Medley bildete dabei der "Raiders March", gefolgt von "Slave Children’s Crusade" und "Short Round", dem Liebesthema aus dem ersten Film und dem Choral und Altsaxophon-Solo aus dem letzten Film "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug".

Den grandiosen Schlusspunkt unter das gelungene Konzert setzte der Musikverein Schliengen, am Klavier begleitet von Suzanne Morton, mit "Godzilla Eats Las Vegas" von Eric Whitcare. Die Musiker bewiesen hier eindrucksvoll ihr Showtalent. Sie wurden auch zu Schauspielern, schrien und marschierten auf der Bühne. Ergänzend konnte das Publikum durch eine Beamer-Präsentation auch visuell miterleben, wie das Monster Godzilla die Stadt Las Vegas verwüstet und schließlich besiegt wird. Die Präsentation folgte dem Drehbuch zu einem typischen, aber fiktiven Godzilla-Film. Und trotz des Sieges über Godzilla hieß es am Schluss: Fortsetzung folgt.

Mit Beethovens "Ode an die Freude", als Ausblick auf das geplante Kirchenkonzert, ging der Konzertabend endgültig zu Ende.

(veröffentlicht am 15. März 2010 auf badische-zeitung.de)
 
Jugendwettbewerb Mai 2010

Jugendwettbewerb des Markgräfler Musikverbandes in Schliengen

Am 8. Mai 2010 fand in der Hebeschule Schliengen der 16. Jugendwettbewerb des Markgräfler Musikverbandes statt. Über 60 Jugendliche aus dem Verbands- gebiet stellten sich an diesem Samstag sowohl im Einzel- als auch Gruppenvortrag den Wertungsrichtern.
Von unseren Jungmusikern haben Anna Mayer, Raphaela Zimmermann ( beide Flöte ), Lina Meier ( Horn ) und Leo Lang ( Kornett ) mit sehr gutem Erfolg teilge- nommen. Ein herausragendes Ergebnis erreichte unsere Jungmusikerin Antonia Stramica ( Flöte ) mit der Bewertung „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“.
Damit sicherte sie sich einen Platz unter den ersten zehn. Allen Teilnehmern gratuliert der Musikverein recht herzlich zum erreichten Ergebnis.
Für das leibliche Wohl der Wertungsrichter, Wettbewerbsteilnehmer und Zuhörer sorgte unsere Jugendkapelle mit einer kleinen Abordnung in der Kaffeestube.
Ein herzliches Dankeschön sagen wir allen Eltern für die erhaltenen Kuchenspenden


Auszeichnung für junge Musiker

Am Samstag, 24. April 2010, fand in Bad Krozingen die Prüfung zur Ablegung des Jungmusikerabzeichens in Bronze des Markgräfler Musikverbandes statt. Vom Musikverein Schliengen nahmen daran Lina Meier, Lennart Mastall ( beide Horn ) und Johannes Hunzinger (Trompete) teil. Alle Jungmusiker haben die Prüfung mit Bravour bestanden, wozu ihnen der Musikverein Schliengen recht herzlich gratuliert.

 
Pressebericht Generalversammlung 2010

Sponsoren für die Jugendarbeit gesucht
SCHLIENGEN (BZ). Bei der jüngsten Hauptversammlung des Musikvereins Schliengen wurde deutlich, wie erfolgreich der Verein in die Jugendarbeit investiert. Um allen interessierten Kindern das Spielen in der Jugendkapelle ermöglichen zu können, werden nun Sponsoren gesucht, mit deren Hilfe die Instrumente finanziert werden sollen, so der Musikverein in seiner Pressemitteilung.

Die Jugendarbeit der vergangenen Jahre habe gefruchtet, diese Bilanz zog Wolfgang Pfeiffer aus dem Jugendorga-Team. Die Jugendkapelle bestehe derzeit aus 27 aktiven Musikerinnen und Musikern. In den vergangenen Jahren habe sich das Jugendorchester stark vergrößert. Erstmals wurde eine Bläserklasse der Jugendmusikschule Markgräflerland in das Orchester integriert. So ist das Jugendorchester im vergangenen Jahr um sieben Musiker angewachsen. Insgesamt hat das Orchester 2009 neun Auftritte und 44 Proben bestritten.

Auch 2010 wird wieder eine Bläserklasse mit rund zwölf neuen Kindern zum Jugendorchester dazustoßen. Diese erfreuliche Entwicklung stelle den Verein vor große finanzielle Herausforderungen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Denn um allen Kindern das Spiel in der Jugendkapelle ermöglichen zu können, habe man sich das Ziel gesetzt, allen Musikern ohne eigenes Instrument ein Leihinstrument zur Verfügung zu stellen. Dies bedeute aber in der Regel eine Investition von bis zu 2000 Euro pro Instrument. Um die Jugendarbeit in dieser Weise fortführen zu können, sei man künftig verstärkt auf Spenden und Sponsoren angewiesen, heißt es weiter.

Auch der restliche Verein ist im vergangenen Jahr sehr aktiv gewesen, wie die Berichte des Vorsitzenden Paul Schäfer, von Schriftführerin Theresa Michel und Geschäftsführer Thomas Pfeiffer zeigten. Mit insgesamt 52 Proben, drei festlichen Konzerten, sieben kirchlichen Anlässen, fünf Geburtstagsständchen und zehn Unterhaltungskonzerten waren die Musikerinnen und Musiker durchschnittlich jeden vierten Tag des Jahres im Einsatz, schreibt der Verein. Die zahlreichen Konzerte und Veranstaltungen zeigten den hohen Stellenwert, den der Musikverein im Gemeinde- und Kulturleben Schliengens einnehme. Höhepunkte im Jahr 2009 seien das Jahreskonzert im März, ein Doppelkonzert mit dem Musikverein Bad Krozingen im Juli sowie ein Gemeinschaftskonzert mit dem Mauchener Chor Pinot Presto im November gewesen.

Ämter: Neu im Vorstand ist Alexander Beckmüller, der das Amt des Instrumentenwarts übernommen hat.

Mitglieder: Der Verein besteht momentan aus 472 Aktiv- und Passivmitgliedern.
(veröffentlicht  am 04. Februar 2010 auf badische-zeitung.de)

 
Doppelkonzert "Tuba trifft Sopran"

Mit dem Programm auf der Sonnenseite

Pinot Presto sorgte im voll besetzten Bürger- und Gästehaus in Schliengen für einen Abend mit vielen Höhepunkten

Bunt, bunter, Pinot Presto: Der Chor entführte an die Strände Kaliforniens. Foto: Ines Bode

SCHLIENGEN (inbo). Mit der Idee, das Publikum musikalisch an die Sandstrände Kaliforniens zu entführen, befand sich der Chor "Pinot presto" programmatisch auf der Sonnenseite: Nach dem ersten Titel jubelte das Publikum, nach dem zweiten applaudierte es geräuschvoll, nach dem dritten war es völlig aus dem Häuschen. Einen gelungenen Abend voller Höhepunkte genossen die Menschen im voll besetzten Bürger- und Gästehaus am Samstagabend beim Gemeinschaftskonzert von Chor und Musikverein.

Nicht zum ersten Mal lud die Mauchener Formation in diesem Jahr zum Ausflug in die 70er Jahre. Und für die neuerliche Auflage hatten die Akteure wieder die bunten Fächer des Kleiderschranks geplündert. Farbenfroh gestaltete sich der Aufzug mit langen Röcken, Flatterblusen und Stirnbändern – auch für die Herren. Gleichermaßen fröhlich ausgesucht war das Repertoire, das bekannte Songs aus "Best of Flower-Power" bot.

"Tuba trifft Sopran" lautete das Motto des Abends, bei dem auch die Mitglieder des Musikvereines zur Hochform aufliefen. Dunkle, schwere Klänge suggerierten bei dem Stück "Alpina Fanfare" die Anlehnung an die Schweizer Bergwelt, kontrastiert wurden sie mit fanfarenartigen Elementen, die von der schneeweißen, leuchtenden Weite kündeten. Nicht minder gefielen Segmente aus "Indiana Jones", die Musik verstand es meisterhaft, in unterirdische Höhlen zu entführen. Inmitten opulent umgesetzter Instrumentenkunst noch einen Höhepunkt zu platzieren, spricht für die Qualitäten des Musikvereins. Bei "A Tribute to Lionel" zeigte sich Johannes Pfeifer als Meister seines Faches mit einem Solo am Vibraphon. "Oh, der spielt voll cool", urteilte die zwölfjährige Miriam – den Saal animierte das imposante Orchesterwerk zu lautstarken Zugabe-Rufen.

In der wohlverdienten, zweiten Pause kündigte MV-Vorstand und Moderator Paul Schäfer am Rande an, "jetzt lassen wir’s noch mal krachen" – was keineswegs untertrieben war. Berühmte Welthits hatte der fachmännisch agierende Dirigent Wolfgang Wetzel für das Gemeinschaftsprojekt von Chor und Verein ausgesucht. Mit der Rock-Oper "Bohemian Rhapsody" und der fulminanten Rockkomposition "Music was my first love" erklangen Stücke, die beiden Gruppierungen wie auch ihren Leitern Raum zur vollen Entfaltung ihres Potenzials boten.

Gern kamen die Bühnenakteure nach zweieinhalb Stunden Programm den Zugabe-Forderungen der Zuhörer nach, die ihrerseits den ganzen Abend lang bewiesen hatten, dass sie über stimmliche Kräfte verfügen.

Nicht unerwähnt bleiben sollen auch die Einzelleistungen von Klaus Böhmer, Dominik Grobecker, Bernhard Kiefer und Rolf Schwoerer-Böhning, die mit allen Beteiligten für ein Highlight im Konzertkalender Schliengens sorgten.

(veröffentlicht  04. Dezember 2009 auf badische-zeitung.de)

 
BZ-Bericht Blasmusik Spass vom 8.7.09

So macht Blasmusik Spaß

Beim Sommernachtskonzert der Gemeindekapelle kamen Musiker und Zuhörer auf ihre Kosten

Setzten musikalische Akzente und verwandelten den Rathausplatz in eine neue, liebenswerte Mitte: die Gemeindekapelle und ihre Gastvereine aus Schliengen (hier im Bild) und Staufen beim ersten Sommernachtskonzert in Bad Krozingen. Foto: Martina Faller

BAD KROZINGEN. Dass Blasmusik unter freiem Himmel auch ohne Hock- und Bierzeltstimmung auskommt, bewies am Wochenende eindrücklich die Gemeindekapelle Bad Krozingen, die aus den konventionellen Konzertformaten ausbrach und mit ihrem ersten Sommernachtskonzert auf dem Rathausplatz etwas Neues wagte.

Für die Idee des "Open-Air-Konzertes" konnte die Gemeindekapelle mit dem Musikverein Schliengen und der Stadtmusik Staufen nicht nur zwei hochkarätige Blasmusikkapelle aus der Region als Gastvereine, sondern auch an die 400 Zuhörer gewinnen. So dass der damit verbundene Wunsch des Gastgebers, den Rathausplatz nun, da seine Entlastung durch die neue B-3-Umfahrung absehbar ist, in eine neue liebenswerte Mitte in Bad Krozingen zu verwandeln, sich an diesem Abend erfüllte.

Und so gab es an den Wein- und Bierbrunnen zwar Ausschank und Brezeln, volkstümliche Blasmusik stand indes nicht auf dem Programm. Stattdessen erklangen Originalkompositionen für Blasmusik, Ouvertüren und Filmmusiken, Jazz und Gospel. Mit einer Lautsprecheranlage half man der mäßigen Akustik auf dem Rathausplatz auf die Sprünge, Scheinwerfer blendeten die einbrechende Dunkelheit aus und der Himmel legte eine Gewitterpause ein, so dass die Voraussetzungen für einen schönen Abend in stimmungsvollem Ambiente gegeben waren.

Den Auftakt gestaltete noch im Abendsonnenschein die Gemeindekapelle unter der Leitung ihres Dirigenten Andreas Daiger. Mit dem Stück "Adventure" geriet er fulminant, ließen doch seine dramatischen Melodien das Publikum einen packenden Abenteuerfilm in Tönen erleben, bevor er mit einer getragenen, gefühlvoll interpretierten Ballade für Blasmusik und schwungvoll und poppig daherkommende Spirituals weiterging.

Wie aktuell Blasmusik sein kann, bewies das junge Orchester unter der Leitung von Andreas Daiger mit ihrem letzten Stück. Vor zwei Jahren erst in den Charts und jetzt schon auf den Notenständern der Musiker schaffte es Christina Aguileras Hit "Candyman" sich mit seinem federnden Swing und jazzigen Grooves auch in die Herzen der Blasmusikfreunde zu spielen.

Diese eroberte auch der Musikverein aus Schliengen unter der Leitung von Wolfgang Wetzel im Sturm. Aus dem südlichen Markgräflerland hatten sie mit der "Alpina Fanfare" und der dramatischen Fantasie "Titanic op. 4" zwei sinfonische Werke Schweizer Komponisten mitgebracht und entführten die Zuhörer mal in die Schweizer Bergwelt, mal imaginierten sie die tragisch endenden Jungfernfahrt der Titanic. Mit dem unkonventionellen Konzertmarsch "Slipstream" und vor allem ihrer Zugabe, dem "Fliegermarsch", der heimlichen Hymne der Bundesluftwaffe, kamen auch die Liebhaber der Marschmusik auf ihre Kosten.

Den weit gefächerten Variantenreichtum der Blasmusik zeigte anschließend noch einmal die Stadtmusik aus Staufen auf. Rainer Bär hatte ganz unterschiedliche Literatur aufgelegt und sorgte so mit seinen Musikern für abwechslungsreiche Unterhaltung. Choralartige Klänge wie bei der sinfonischen Ouvertüre "A Huntington Celebration", wurden von mittelalterlichem Flöten- und Tamburinspiel abgelöst und populäre Filmmelodien vom Big-Band-Sound im Dreivierteltakt.

"Es macht echt Spaß für Sie zu spielen" lobt Rainer Bär das applausfreudige Publikum, musste angesichts zunehmender Dunkelheit und der schwieriger werdenden Lichtverhältnisse für seine Musiker aber doch fragen "Sollen wir noch weiter spielen?" Für das Publikum keine Frage. Und so bekamen sie von der Stadtmusik Staufen mit den "Highlights from Exodus" noch einmal oscargekrönte Filmmusik und mit dem "Mame Medley" ein letztes Mal swingenden Jazz zu hören. Einen Marsch als Zugabe sollte es von der Stadtmusik aus aktuellem Anlass nicht geben. Stattdessen huldigte das Orchester dem kürzlich verstorbenen "King of Pop" Michael Jackson und entließ sein Publikum mit Hits wie "I’m bad" und "I just can’t stop loving you" und in die laue Sommernacht. Dass es angesichts dieser erfolgreichen Premiere für das Sommernachtskonzert auf dem Rathausplatz im nächsten Jahr ein Dakapo geben wird, scheint heute schon so gut wie sicher.

(veröffentlicht am 08. Juli 2009 auf badische-zeitung.de)
 
Jahreskonzert 2009

Gelungener Mix von Altem und Neuem

Der Musikverein Schliengen begeisterte bei seinem Jahreskonzert mit einem vielfältigen Programm

Die gestiftete Lyra bereicherte bei ihrem ersten Einsatz das Klangbild beim Jahreskonzert des Musikvereins Schliengen. Foto: Anton Winzer

SCHLIENGEN (Zi). Ein hervorragendes Jahreskonzert mit vielen neuen Akzenten bot der Musikverein Schliengen seinem hochzufriedenen Publikum. Die Konzertbestuhlung erwies sich als gut gewählt. Vorsitzender Paul Schäfer begrüßte unter den Gästen auch den stellvertretenden Verbandspräsidenten und Verbandsdirigenten Hellmut Blaudszun sowie eine Abordnung aus der Partnerstadt Nidau.

Das Jugendorchester eröffnete das Konzert mit einem ausschließlich aus Originalkompositionen bestehenden lebendigen Programm. Einfühlsam führte Dirigent Wolfgang Wetzel seine junge Schar zum Erfolg. Stürmisch war der Beifall. "Olympic Tune" von Thomas Berghoff machte den Anfang, schmetternd stark und zum Thema des Abends "Musik pur" drängend. "The Great Locomotive Chase" erzählte eine abenteuerliche Geschichte aus dem Sezessionskrieg. Das Publikum hatte an diesem musikalischen Gemälde eines spannenden Rennens seine helle Freude. Von Jacob de Haan spielten die jungen Musiker "The Universal Band Collection". Mit jedem Titel wurden Publikum und Jungmusiker heiterer. Das Tempo machte einfach Spaß.

Das große Blasorchester eröffnete sein vielseitiges, anspruchsvolles und bravourös dargebotenes Programm mit Franco Cesarinis "Alpina Fanfare". Eine ergreifende Komposition wurde zum eindrucksvollen magischen Moment des Konzerts: ein Jugendwerk des Komponisten Stephan Jaeggi, in dem er den Untergang der Titanic schildert. Die Zuhörer dankten mit lange anhaltendem Beifall.

Ebenfalls einer der ganz starken Titel dieses Abends war "Elsas Brautzug", ein Stück, das auf vielfachen Wunsch einmal mehr ins Programm aufgenommen wurde. Mit "Slipstream" lieferte der Musikverein mit synkopischer Schwungkraft eine hochqualifizierte Orchesterleistung ab. Dass er sich auch auf Marschmusik versteht, sei es in traditioneller, rockiger oder getragener Form, wurde, rhythmusbetont, auch bei diesem Konzert, in dem Neues und Vertrautes gemixt und überzeugend dargeboten wurde, deutlich. Es vibrierte spürbar im Saal.

Viel Lob gab es für das als handliche Broschüre angebotene Programmheft mit allerlei interessanten Informationen zu Komponisten und Kompositionen. Die "Brücke am Kwai" freute aber auch jene, die nicht ganz so gründlich vorbereitet waren. Mit dem "Bugatti-Step" kamen Solisten ins Spiel: Andreas Baumgartner, Nathalie Flury, Theresa Michel und Sabrina Müller bildeten ein erfreuliches Team. Trillernd und singend traten die Holzbläser auf. Der "Bugatti" war einmal eines der schnellsten Autos. Man gab sich in Schliengen die Ehre, dies musikalisch zu würdigen. Eine weitere, großartige, solistische Leistung bot der junge Johannes Pfeiffer mit seinem Vibraphon bei dem schwierigen Solostück "A Tribute to Lionel". Ein Deep-Purple-Medley stellte den Musikverein vor die schwierige Frage: Passen Hard Rock und Blasmusikorchester zusammen? Man entschied sich. Und das Publikum signalisierte Zustimmung. Der Beifall war ein guter Indikator.

Umgerahmt von Zugaben kam die große Dank- und Lobesrede des Vorsitzenden Paul Schäfer bestens an. Ein alter Marsch, ein stilles Lied, das waren die zielbewusst gesetzten Schlussakzente eines großen Konzertes.

Besonderer Dank galt den vielen Helfern, dem Team des Gesangvereins Frohsinn, ganz speziell aber den Sponsoren von drei Musikinstrumenten: Katharina Wagner hat den Ankauf einer Bassklarinette ermöglicht. Außerdem erbte der Verein das Instrument ihres verstorbenen Gatten, ein Fagott, mit dem er unter Günther Stabenau von 1980 bis 1984 musiziert hatte. Die für alle sichtbar aufgebaute Lyra hat Manfred Maier vom Autohaus Maier Kucera für den Musikverein restaurieren lassen. Diese großartigen Gaben sind höchste Anerkennung für die Vereinsarbeit – vor allem im Bereich der Förderung junger Musiker.

 
Kirchenkonzert 2008

Mozart und Metallica in der Kirche

Eindrucksvolles Konzert des Musikvereins Schliengen am Volkstrauertag in Sankt Leodegar

Glaube, Liebe und Hoffnung waren die Themen des Kirchenkonzertes, das der Musikverein Schliengen am Volkstrauertag veranstaltete. Foto: Privat

SCHLIENGEN (eb). Zu seinem Konzert unter dem Titel "Glaube, Liebe, Hoffnung" lud der Musikverein Schliengen am Volkstrauertag in die katholische Kirche Sankt Leodegar ein. Diese für die Menschen so wichtigen Themen haben große Meister von der Klassik bis zur Gegenwart auf eindrucksvolle Weise in ihren Werken verarbeitet. Eine Auswahl davon bot der Verein seinen zahlreichen Zuhörern an diesem Konzertabend.

Dabei wurde das Konzert nicht nur vom Gesamtorchester gestaltet. Jedes Register trug als Ensemble ein namhaftes Werk vor. Mitglieder des Jugendorchesters lasen dazu immer wieder passende Texte – so etwa das Gedicht "Sonnet" des Engländers Charles Hamilton Sorley. Der junge Dichter fiel schon als Zwanzigjähriger im Ersten Weltkrieg. Sein Text findet für die Grausamkeit und Sinnlosigkeit des Krieges die passenden Worte.

Eingebunden war das Gedicht in das Werk "Et in terra pax – Und Frieden auf Erden" von Jan van der Roost. Diese Komposition für großes Blasorchester ist ein eindrucksvolles Plädoyer für den Frieden. Ist die Angst vor Gewalt und Zerstörung vor allem in den Allegro-Passagen deutlich zu hören, wird am Ende des Werkes die anfängliche Spannung gelöst und macht der Hoffnung auf Frieden Platz.

Feierliche Atmosphäre: Ruhe und Besinnlichkeit machten sich breit beim Klang von so berühmten Stücken wie Mozarts "Ave Verum Corpus", "Ich bete an die Macht der Liebe" von Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski oder "Hymne an die Nacht" von Ludwig van Beethoven.

Hier zeigten die verschiedenen Register, wie schön und facettenreich ihre Instrumente auch in kleiner Besetzung klingen. Eine feierliche Atmosphäre entstand beim "Halleluja", dem berühmtesten Satz aus Georg Friedrich Händels Oratorium "Der Messias", das von Trompeten und Posaunen mit majestätischen Klängen gespielt wurde.

Vor allem der Beitrag des Percussion-Registers war ein außergewöhnliches und sehr klangvolles Hörerlebnis. Die vier jungen Musiker trugen den Titel "No thing else matters" der Rockgruppe Metallica in der Besetzung Xylophon, Glockenspiel, Schlagzeug und Pauken vor. Diese melodische Interpretation der weltbekannten Rockballade animierte dazu, einfach die Augen zu schließen und den Klang dieser besonderen Musik zu genießen.

Den Abschluss des stimmungsvollen Kirchenkonzertes bildete "Elsas Brautzug zum Münster" aus Lohengrin, einer romantischen Oper von Richard Wagner. In diesem Orchesterwerk beeindruckte besonders die Klarinette mit ihrem melodiösen Solopart.

Getragen wurde die festliche Stimmung während des Konzertes dadurch, dass der Verein bewusst auf oberflächliche Effekte verzichtet hatte und die verschiedenen Vorträge ohne Pausen ineinander übergingen.

Den Applaus hatte man sich für den Schluss erbeten und erhielt zum Dank für die schönen musikalischen Darbietungen stehende Ovationen.

 
Kirchenkonzert 2008

Glaube, Liebe und Hoffnung als Leitmotiv

Ensembles und Gesamtorchester des Musikvereins Schliengen spielen am Sonntag in St. Leodegar

Wolfgang Wetzel Foto: Schütz

SCHLIENGEN. Unter das Motto "Glaube, Liebe, Hoffnung" stellt der Musikverein Schliengen sein Kirchenkonzert in St. Leodegar am kommenden Sonntag. Was ein Kirchenkonzert zur Ausnahme-Veranstaltung für einen Musikverein macht und warum das Motto für die Musiker eine besondere Bedeutung hat, darüber sprach BZ-Mitarbeiterin Jutta Schütz mit Dirigent Wolfgang Wetzel.

BZ: Veranstaltet ein Musikverein ein Kirchenkonzert, heißt das immer besondere Umstände zu bedenken . . .

Wetzel: Das stimmt. Zum einen muss man die Erlaubnis einholen, ob man in der Kirche spielen darf. Das ist glücklicherweise kein Problem bei unserem Musik liebenden Pfarrer. Man muss aber auch gut über das Musikprogramm nachdenken. Es soll einem Kirchenraum und der Jahreszeit angemessen sein.

BZ: Der November ist für viele mit Nachdenken, aber auch Trauer verbunden.

Wetzel: Aus diesem Grund haben wir auch das Motto "Glaube, Liebe, Hoffnung" gewählt. Die Zuhörer sollen sich bei den Titeln, bei der Musik etwas denken, zur Ruhe kommen, etwas Schönes als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

BZ: Der Musikverein Schliengen ist ja ein großes "Klanggebilde". Wie löst der Verein die Aufgabe, auch leise Stimmungen in der Kirche zu vermitteln?

Wetzel: Wir haben tatsächlich ein großes Orchester. Ein Kirchenraum ist klanglich für uns etwas nicht Übliches. Im Kirchenschiff klingt ein großes Orchester noch voluminöser – und man hört auch Fehler deutlicher. Das muss man wissen. Wir haben deshalb nur wenige Stücke, die vom gesamten Orchester gespielt werden: eine Passacaglia von Tim Jackson,  das Hauptwerk des Abends "Et in terra pax" von Jan van der Rost oder "Elsas Brautzug zum Münster" von Richard Wagner.

BZ: Sonst kommen nur Solisten zum Zug?

Wetzel: Nicht ganz. In unserem Orchester gibt es einige Ensembles, die sehr gut miteinander harmonieren. So spielen zum Beispiel Saxophonisten Bruckner, Holzbläser Mozarts Ave Verum, Klarinetten und Flöten Bortnjanski oder Tenorhorn und Tuba das "Caro mio ben".

BZ: Was ist mit den Stimmungen und Untertönen, die Sie im Monat November weitergeben wollen?

Wetzel: Das Konzert soll nicht von Applaus unterbrochen werden. Die Stücke gehen, so weit das möglich ist, fast ohne große Pausen ineinander über. Jugendliche aus dem Jugendorchester werden zu einigen Titeln Worte sprechen. Und unser Hauptstück "Et in terra pax – Und Friede auf Erden" wird zu den Worten eines Sonnetts  von Charles Hamilton Sorley, das dieser im  Ersten Weltkrieg dichtete, interpretiert. Der Text von "In Pale Battalions", deutscher Titel "Siehst Tote du, Millionen mögens’ sein", beschreibt die Schrecken des Krieges und lässt uns auch in unseren Zeiten, in denen es nicht bei uns, aber in anderen Erdteilen Kriege gibt, sehr nachdenklich werden.

Kirchenkonzert am Sonntag, 16. November um 17.30 Uhr in der katholischen Kirche Schliengen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zugunsten der Kirche und der Jugend des Musikvereins wird gebeten.